Von 21. bis 23. Oktober fand für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren des Landkreises München die Ausbildung in der Wärmegewöhnungsanlage (WGA) statt. In den drei holzbefeuerten Containern übten die Einsatzkräfte die Personenrettung und Brandbekämpfung unter realistischsten Bedingungen.
Auch dieses Jahr haben Feuerwehrleute aus unseren Partnerlandkreisen Wieliczka und Krakau an dieser Ausbildung teilgenommen. Sie absolvierten am Freitagabend im Feuerwehrgerätehaus Aschheim eine einführende Ausbildung zu Einsatzregeln und ‐taktik. Dieser Unterricht und das anschließende praktische Training wurden gehalten von Kreisbrandmeister Gerhard Bauer, der auch für die Betreuung der polnischen Gäste zuständig war.
Am Samstagvormittag übten die elf Feuerwehrleute aus Polen in der Rauchgasdurchzündungsanlage (RDA) der FF Unterschleißheim. Nach einer Besichtigung des dortigen Gerätehauses setzten sie dann die Ausbildung fort in der Wärmegewöhnungsanlage (WGA), die wie in den Vorjahren auf dem Übungsplatz der Feuerwehr Aschheim aufgestellt wurde.
Diese aus drei modifizierten Frachtcontainern bestehende Brandübungsanlage setzte neue Maßstäbe in der vierteiligen Atemschutzausbildung des Landkreises München. Sie ist der dritte Abschnitt der seit vielen Jahren vierstufigen Atemschutz-Ausbildung im Landkreis: Die Feuerwehrleute beginnen mit dem Lehrgang für Atemschutzgeräteträger nach FwDV 2. Anschließend absolvieren sie den gasbetriebenen Übungscontainer, die Wärmegewöhnungsanlage und die Rauchgasdurchzündungsanlage. Die Ausbildung unserer Feuerwehrleute und unserer Gäste an beziehungsweise in der WGA leitete Kreisbrandmeister Mario Rosina.
Im weiteren Verlauf des Samstags besuchten unsere polnischen Kameraden dann noch die Freiwillige Feuerwehr Aying, wo der neu angeschaffte Versorgungs-LKW GWG-L auf großes Interesse stieß.
Schon seit 2007 lädt die Kreisbrandinspektion München Feuerwehrleute aus unseren polnischen Partnerlandkreisen zur Ausbildung "Atemschutz" und "Technische Hilfeleistung" ein. Unsere polnischen Kameraden fungieren dabei als Multiplikatoren, d.h. sie geben ihre Kenntnisse an die Aktiven vor Ort weiter. Regelmäßig berichten unsere Gäste, dass die bei uns vermittelten Kenntnisse auf großen Anklang stoßen und als sehr hilfreich betrachtet werden.
Als Dolmetscherin unterstützte uns wieder Frau Agnieszka Miller vom Übersetzungsbüro Miller, die für uns eine unschätzbare Hilfe darstellt.Wir danken auch allen Helferinnen und Helfern der Feuerwehren Unterschleißheim und Aying sowie allen Ausbildern. Besonders danken wir der Feuerwehr Aschheim, auf deren Übungsplatz wir die WGA betreiben durften, sowie der Gemeinde Aschheim, in deren Partnerschaftsgebäude wir die polnischen Feuerwehrleute unterbringen durften.




