Bericht: Jahresempfang des Kreisfeuerwehrverbands 2015

Der Jahresempfang des Kreisfeuerwehrverbands München e.V. stand ganz im Zeichen zweier Jubiläen: Kreisbrandrat Josef Vielhuber konnte sowohl auf 20 Jahre Kreisfeuerwehrverband als auch auf 30 Jahre Kreisausbildung für die Feuerwehren des Landkreises München zurückblicken.

Ralf Memmel, Sprecher der Betriebsleitung Infineon, stellte kurz das gastgebende Unternehmen vor.
Ralf Memmel, Sprecher der Betriebsleitung Infineon, stellte kurz das gastgebende Unternehmen vor.
Günter Heyland, 1. Bürgermeister von Neubiberg, unterstrich den Wert einer guten Ausbildung für Feuerwehrleute.
Günter Heyland, 1. Bürgermeister von Neubiberg, unterstrich den Wert einer guten Ausbildung für Feuerwehrleute.
Landrat Christoph Göbel dankte allen Ausbildern und Auszubildenden, dass sie die Kreisausbildung mit Leben erfüllen. Gleichzeitig sagte er nochmals die volle Unterstützung des Landkreises zu für die Realisierung einer Feuerwehr-Übungshalle.
Landrat Christoph Göbel dankte allen Ausbildern und Auszubildenden, dass sie die Kreisausbildung mit Leben erfüllen. Gleichzeitig sagte er nochmals die volle Unterstützung des Landkreises zu für die Realisierung einer Feuerwehr-Übungshalle.

Der 1995 gegründete Kreisfeuerwehrverband München e.V. ist die „Dachorganisation“ der Feuerwehren des Landkreises München. Alle Freiwilligen Feuerwehren Bayerns sind Einrichtungen der jeweiligen Gemeinde, die Werks‐ und Betriebsfeuerwehren gehören zu den jeweiligen Unternehmen. Sie alle sind zusammengeschlossen im Kreisfeuerwehrverband.

Kreisbrandrat Josef Vielhuber blickte in zwei kurzen Vorträgen zurück auf 30 Jahre Kreisausbildung und 20 Jahre Kreisfeuerwehrverband.
Kreisbrandrat Josef Vielhuber blickte in zwei kurzen Vorträgen zurück auf 30 Jahre Kreisausbildung und 20 Jahre Kreisfeuerwehrverband.

Es gibt Aufgaben, die nicht jede Feuerwehr selbst in Angriff nehmen kann. Der Kreisfeuerwehrverband unterstützt die Feuerwehren beispielsweise durch Informations‐ und Fortbildungsveranstaltungen wie die First‐Responder‐Symposien. Aktuell gibt es die folgenden Fachbereiche: „Fahrzeuge und Ausrüstung“, „Einsatz, Löschmittel und Umweltschutz“, „Ausbildung“, „Vorbeugender Brandschutz“, „Katastrophenschutz“, „Öffentlichkeitsarbeit und Vereinsangelegenheiten“, „Datenverarbeitung und Kommunikationstechnik“, „Sozial‐ und Gesundheitswesen, Feuerwehrseelsorge, Stressbewältigung“, „Jugendarbeit“, „Wettbewerbe“, „Frauenarbeit“, „Nichtöffentliche Feuerwehren“, „Brandschutzerziehung“ und „Feuerwehr‐Historie und Geschichte“. In jedem Gremium sitzen Vertreter der Kreisbrandinspektion und der Landkreisfeuerwehren.

Der Kreisfeuerwehrverband ist das direkteste Element der Verbandsarbeit. Über ihm sitzen der Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern und schließlich der Bayerische Landesfeuerwehrverband. Über diese Verbandsstruktur können die einzelnen Elemente miteinander kommunizieren und sich gegenseitig unterstützen. Die Feuerwehren können Ideen und Vorschläge einbringen, die über den Landesfeuerwehrverband schließlich in die Gesetzgebung einfließen. In der Gegenrichtung kommen unter anderem Informationen und Handlungsanweisungen für sicherere, effektivere und bessere Feuerwehrarbeit, aber auch beispielsweise Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit durch die jährlichen Mitgliederkampagnen.

30 Jahre Feuerwehr-Kreisausbildung

Die Feuerwehr‐Kreisausbildung ist eine Ausbildung von Feuerwehrleuten für Feuerwehrleute. Erfahrene Einsatzkräfte von fast jeder Landkreisfeuerwehr unterrichten in ihrer Freizeit andere Feuerwehrangehörige.

Im Schuljahr 2015‐2016 finden 41 Kurse zu 30 Themen statt:

MTA Basismodul, Maschinist für Löschfahrzeuge, Fahren von Einsatzfahrzeugen, Anwendung von Schaummittelanlagen, Sprechfunk‐Digitalfunkausbildung für Führungsstufe A und B, Sprechfunk‐Grundschulung, Sprechfunk‐Führungsunterstützung, Atemschutzgeräteträger, Träger von Chemikalienschutzanzügen, Strahlenschutz, Gefährliche Stoffe, Biologische Arbeitsstoffe im Feuerwehreinsatz, Messtechnik Chemie im Feuerwehreinsatz, Dekontamination im Feuerwehreinsatz, Jugendwartfortbildung, Aufzugsanlagen, Einsatzleitung, Fortbildung für Gruppenführer, Vorbeugender Brandschutz, Stationäre Löschanlagen und Brandmeldeanlagen, Brandschutzerzieher in der Feuerwehr, Technische Hilfe, Absturzsicherung, S‐Bahn‐Unterweisung, Anwendung von Feuerwehr‐Einsatzplänen und ‐Objektinformationen, Stressbearbeitung, First Responder, Fortbildung First Responder, Fortbildung für First‐Responder‐Ausbilder, und schließlich den Jugendwissenstest für die jüngsten Feuerwehrleute.

Begonnen hat die Kreisausbildung 1985 im neu erbauten Katastrophenschutzzentrum Haar. Während im ersten Schuljahr 1985‐1986 exakt 331 Feuerwehrleute an den Kursen teilgenommen haben, werden es im Schuljahr 2015‐2016 etwa 1450 Frauen, Männer und Jugendliche sein.

Ehrungen
Ausgezeichnet für besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen in Bayern wurde die Firma Max Gampenrieder Metallbau GmbH aus Baierbrunn. Der Eigentümer Max Gampenrieder ist nicht nur selbst aktiver Feuerwehrmann in Baierbrunn, sondern er beschäftigt auch vier weitere Feuerwehrleute. Bei einem Feuerwehreinsatz rücken immer alle fünf Feuerwehrangehörigen aus, so dass der Betrieb für die Dauer des Einsatzes praktisch still steht.

2015 haben einige sehr verdiente Kommandanten und stellvertretende Kommandanten ihr Amt zur Verfügung gestellt. Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber wurden Josef Gmeinwieser (ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Unterhaching), Alois Riederer (ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Unterföhring) und Helmut Meier (ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Aschheim) ausgezeichnet. Alle drei haben in jeweils 18 Jahren Amtszeit als Kommandant ihre Feuerwehren hervorragend gestaltet und vorangebracht. Das gezeigte Engagement geht weit über das normale Maß hinaus.
Das Bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielten der ehemalige Kommandant der Feuerwehr Hohenbrunn, Wilhelm Feldmeier, der nach 12 Jahren Amtszeit sein Amt abgab, und der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Aschheim, Gerhard Widhopf, der zusammen mit Helmut Meier 18 Jahre seine Feuerwehr leitete.

Kreisbrandrat Josef Vielhuber ehrte besonders verdiente Feuerwehrleute: Helmut Meier (ehem. Kdt. der FF Aschheim), Gerhard Widhopf (ehem. stellv. Kdt. der FF Aschheim), Alois Riederer (ehem. Kdt. der FF Unterföhring) und Wilhelm Feldmeier (ehem. Kdt. der FF Hohenbrunn).
Kreisbrandrat Josef Vielhuber ehrte besonders verdiente Feuerwehrleute: Helmut Meier (ehem. Kdt. der FF Aschheim), Gerhard Widhopf (ehem. stellv. Kdt. der FF Aschheim), Alois Riederer (ehem. Kdt. der FF Unterföhring) und Wilhelm Feldmeier (ehem. Kdt. der FF Hohenbrunn).

Danken möchten wir der Holzblasgruppe der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn für die musikalische Umrahmung und der Firma Infineon, in deren Casino wir die Veranstaltung abhalten durften. Unser besonderer Dank gebührt der Betriebsfeuerwehr Infineon, der Freiwilligen Feuerwehr Unterbiberg und der Freiwilligen Feuerwehr Neubiberg für ihre Unterstützung vor, während und nach unserer Veranstaltung.