Trauer um Josef Vielhuber, Kreisbrandrat des Landkreises München

Die Kreisbrandinspektion und die Feuerwehren des Landkreises München trauern um ihren Kreisbrandrat Josef Vielhuber.
Im Jahre 2004 wurde Josef Vielhuber zum Kreisbrandrat im Landkreis München gewählt. Seitdem führte er die Amtsgeschäfte und den Vorsitz des Kreisfeuerwehrverbandes ehrenamtlich, neben seiner beruflichen Tätigkeit in der Regierung von Oberbayern. Im kommenden Jahr hätte Josef Vielhuber sein Amt aus Altersgründen an einen Nachfolger übergeben.

Seit seinem 16. Lebensjahr war Josef Vielhuber, für ihn ganz selbstverständlich, bei der Feuerwehr Oberhaching. In seiner Heimatgemeinde Oberhaching trat er in Fortführung der Familientradition der örtlichen Feuerwehr bei. Schon 1987 wurde er dort zum stellvertretenden Kommandanten gewählt. Im Jahre 1990 übernahm er die Führung als Kommandant der Feuerwehr Oberhaching.

Zu diesem Zeitpunkt war er bereits als Kreisausbilder tätig und wurde 1988 zum Kreisbrandmeister mit der Sonderaufgabe Ausbildung für den Landkreis München berufen. Zehn Jahre später wurde Josef Vielhuber durch den damaligen Kreisbrandrat zum Kreisbrandinspektor ernannt.

Sein Einsatz endete jedoch nicht an der Landkreisgrenze. Josef Vielhuber war bayernweit bekannt und fachlich wie persönlich geschätzt. Er war in diversen Gremien auf Landesverbandsebene tätig. Auch bei der Einführung des Digitalfunks für die Feuerwehr in Bayern stand er mit dem Landkreis München als bayerisches Pilotprojekt bereit. Bei der Aufstellung der Feuerwehr Hilfeleistungskontingente für Bayern, war der Landkreis München unter der Leitung von Josef Vielhuber wegweisend beteiligt, da im Vorfeld im Landkreis München bereits Notstandseinheiten aufgestellt wurden. Dass es ihm immer um den Schutz der Bevölkerung ging, spiegelt sich unter anderem in der Einführung der Katastrophenschutz Warn-App KATWARN im Landkreis München wider. Sein außerordentliches Engagement zeigte sich auch in zahlreichen Auszeichnungen, sowohl in der Heimat, als auch bei den befreundeten Feuerwehren in Polen. Unter anderem erhielt Josef Vielhuber die höchste Bayerische Feuerwehrauszeichnung, das Feuerwehr-Ehrenabzeichen als Steckkreuz im Jahre 2004 verliehen. Viele weitere Auszeichnungen, darunter das Deutsche Feuerwehr Ehrenzeichen in Silber, das Bayerische Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber und Gold, würdigen die herausragenden Leistungen von Josef Vielhuber.

Über 17 Jahre führte und prägte er als Kreisbrandrat das Feuerwehrwesen im Landkreis München, beriet sowohl das Landratsamt, die Gemeinden und die Feuerwehren und leitete zahlreiche Großschadenslagen mit seiner bekannten ruhigen und sicheren Art. Darüber hinaus gab er den entscheidenden Anstoß zur Entwicklung und Planung eines Ausbildungs-Zentrums für die Feuerwehren des Landkreises München und engagierte sich stetig für die Weiterentwicklung der Kreisausbildung. Auch der Erhalt der Feuerwehreinsatzzentrale ist seinem Engagement zuzuschreiben. Josef Vielhuber war immer pflichtbewusst, hilfsbereit, genau und ruhig, aber auch wenn es die Situation erlaubte, ein sehr geselliger und herzlicher Feuerwehrkamerad. Sein beeindruckendes Hintergrundwissen und Erinnerungsvermögen teilte er mit den Kameradinnen und Kameraden nicht nur im Einsatz, sondern auch in der Ausbildung und als fairer Schiedsrichter für die Wettkämpfe und Leistungsabzeichen im Landkreis München.

Unsere Gedanken sind heute bei seiner Frau Ruth, seinen Söhnen Maximilian, Florian und Simon, seiner gesamten Familie und den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Oberhaching.

 

Lieber Josef, wir danken Dir für Deine besondere Kameradschaft und Deinen überdurchschnittlichen Einsatz für das Feuerwehrwesen im Landkreis München. Du hinterlässt eine sehr große Lücke in unserer Gemeinschaft, welche sich nur schwer schließen lässt.

Wir werden Dich immer in ehrenden Gedanken halten!

Deine aktiven und passiven Kameraden der Kreisbrandinspektion München