Automatisierte Drohnen zur Einsatzunterstützung 

Der Landkreis München und die Stadt München setzen auf automatisierte Drohnen, um die Einsatzkräfte vor Ort aus der Luft zu unterstützen. Neben zwei Drohnen in der Landeshauptstadt gibt es jetzt neu eine dritte Drohne, welche im Landkreis München stationiert ist.

Landrat Christoph Göbel und Münchens Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller haben das Projekt Anfang März vorgestellt.

Die Testphase als Erkundungsmedium für die Leitstelle ist für ein halbes Jahr angesetzt. 

Die Erkundungsdrohne mit der Möglichkeit einer 65-fachen Vergrößerung, steht in der Testzeit von Montag bis Freitag von 8 – 17 Uhr zur Verfügung und wird von einem hauptberuflichen Drohnenpiloten geflogen. 

Die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) entsendet die Drohne automatisch nach vordefinierten Schlag- und Stichworten aus dem Einsatzleitsystem. Es besteht die Möglichkeit jederzeit Anweisungen zu Flughöhe und Flugrichtung an den Piloten zu senden und zwischen Kamera und Wärmebild in Echtzeit zu wählen.

Diese Erkenntnisse  werden durch die Disponenten via Funk bereits auf der Anfahrt an die anrückenden Kräfte mitgeteilt.

Das Testgebiet erstreckt sich nicht auf den gesamten Landkreis, dennoch können alle drei Drohnen von beiden Leitstellen eingesetzt werden, wenn sich diese jeweils näher am Schadensort befinden.

Auch aufgrund der begrenzten Flugzeit stellt die Drohne keinerlei Konkurrenz zu den bisherigen Drohnen für Personensuche oder Unterstützung bei der Brandbekämpfung dar. Das Fluggerät dient ausschließlich den ersten Erkenntnissen in der Frühphase des Einsatzes. Bei Bedarf werden wie gewohnt die vorhandenen Drohnen an der Einsatzstelle in Betrieb genommen.

Nach der Testphase ist eine Evaluation geplant. Dann wird im Landkreis und in der Stadt München ausgewertet, wie es möglicherweise in dem Projekt weitergeht.

Wir sind gespannt und freuen uns über diese zusätzliche Unterstützung im Einsatz.

Foto: Daniel Hoppe Skyflow und LRA München